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Romreise 2026

Rom: Eindrücke einer Pilger- und Bildungsreise

Voller Eindrücke sind die 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der sechstägigen Romreise zurückgekehrt: Glaubenszeugnisse aus Jahrhunderten, Weltgeschichte aus Jahrtausenden und ganz alltägliche Begegnungen. Wer pilgert, so Diakon Marco Rocco, der zusammen mit Pfarrer Xavier Manickathan die Reisegruppe begleitete, geht aus seinen alltäglichen Rollen heraus und öffnet sich neuen Perspektiven.

Ein Reisebericht von Armin Schneider

Gleich zu Beginn der Reise, am Grab des Apostels Paulus in der Basilika St. Paul vor den Mauern wurde deutlich, wie auch in der christlichen Geschichte (aus Saulus wurde Paulus) Wandlungen wichtige Weggabelungen waren. Der Reiseführer Ugo Martorelli, gleichsam ein „wandelndes Lexikon“ für kunsthistorische, geschichtliche und theologische Fragen und Zusammenhänge, gab stets tiefe Einblicke in die zahlreichen besuchten Kirchen, antiken Stätten und Monumente, die in Rom Zeugnisse von der Menschheitsgeschichte und von einem vielfältig gelebten Christentum geben. Hier die barocke, aufwändige Kirche mit berühmten Kunstwerken, dort das schlichte Grab des im letzten Jahr verstorbenen Papstes, einfach nur mit der Inschrift: „Franciscus“.

Von der Unterkunft im Gästehaus Casa Bonus Pastor, direkt an der Vatikanmauer gelegen, waren die wichtigen Orte fußläufig zu erreichen: Peterskirche, Engelsburg und Vatikanische Museen. Neben der Papstaudienz, einem Gottesdienst in der nahegelegenen Kirche des Campo Santo Teutonico folgte ein Höhepunkt dem anderen: antike Stätten wie Forum Romanum, Colosseum, Circus Maximus wurden ebenso besucht wie die Bischofskirche des Papstes, die Lateranbasilika und die Lieblingskirche und letzte Ruhestätte von Papst Franziskus Santa Maria Maggiore. Papst Leo XIV. berichtete auf dem Petersplatz von seiner Afrikareise und rief zur aktiven Arbeit am Frieden auf.

Neben dem anstrengenden Programm, unter anderem einem sieben Kilometer langen geführten Gang durch die beeindruckenden Vatikanischen Museen mit Kunstwerken aus aller Welt, kamen auch die Begegnung untereinander und ein Einblick in das lebendige Stadtteil Trastevere sowie in die Parkanlagen in Tivoli, nicht zu kurz. Den Abschluss bildete ein Ausflug in die ganz frühen Jahre des Christentums, der Besuch in der Katakombe Domitilla an der Via Appia Antica, Pfarrer Manickathan mit Diakon Rocco nahe den Gräbern der ersten Christen mit den Pilgern aus dem Kannenbäckerland den Sonntagsgottesdienst feierte.

Alles in allem eine Reise, von der sich nicht nur viel erzählen lässt, sondern die auch die Perspektive des eigenen Glaubens vor dem Horizont einer geschichtsträchtigen Stadt mit vielen Zeuginnen und Zeugen des Glaubens in ein neues Licht stellte und die Gemeinschaft untereinander stärkte: In der Vielfalt und der Gemeinschaft des Glaubens steckt eine Kraft, die auch in die Alltagswelt der Pfarrgemeinde zurückwirkt.

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